Tel 07231/ 4250 690

not your ordinary laboratory

Blutungsneigung und blaue Flecken abklären – Gerinnungsdiagnostik in Pforzheim

Wer auffällig leicht blaue Flecken bekommt, häufig Nasenbluten hat, sehr starke Regelblutungen erlebt oder nach Eingriffen lange nachblutet, kann eine Blutungsneigung haben. Die häufigste angeborene Ursache ist das Von-Willebrand-Syndrom, das bis zu etwa 1 % der Bevölkerung betrifft und oft lange unerkannt bleibt. Bei inolab in Pforzheim klären wir Blutungsneigungen und erniedrigte Blutplättchen (Thrombopenien) im eigenen Speziallabor ab.

In unserer Gerinnungssprechstunde gehen wir solchen Beschwerden gezielt nach und klären, ob eine Gerinnungsstörung dahintersteckt. Besonders wichtig ist die Abklärung vor geplanten Operationen, Zahnextraktionen, einer Geburt oder bei Kindern mit auffälligen Blutungen.

Nasenbluten, blaue Flecken, Hämatome: Welche Anzeichen sprechen für eine Blutungsneigung?

  • blaue Flecken (Hämatome) ohne erinnerliche Verletzung, besonders größer als ein Zwei-Euro-Stück oder an Rumpf und Armen
  • häufiges oder lang anhaltendes Nasenbluten
  • verstärkte oder verlängerte Regelblutungen, Blutarmut durch Eisenmangel
  • Nachblutungen nach Zahnziehen, Operationen, Geburt oder kleinen Schnittverletzungen
  • Zahnfleischbluten ohne Zahnfleischerkrankung
  • punktförmige Hautblutungen (Petechien) – Hinweis auf zu wenige oder schlecht funktionierende Blutplättchen
  • Blutungsneigung bei Eltern, Geschwistern oder Kindern

Für die Einschätzung nutzen wir einen standardisierten Blutungsfragebogen (ISTH-BAT). Er hilft zu unterscheiden, ob Blutungen noch im Normalbereich liegen oder eine weitere Abklärung lohnt.

Häufige Ursachen

UrsacheKurz erklärt
Von-Willebrand-Syndromhäufigste angeborene Blutungsneigung; der Von-Willebrand-Faktor fehlt oder funktioniert eingeschränkt
Störungen der ThrombozytenfunktionBlutplättchen sind in ausreichender Zahl vorhanden, verkleben aber schlechter – angeboren oder durch Medikamente wie ASS, Clopidogrel oder Schmerzmittel
Thrombopeniezu wenige Blutplättchen, z. B. durch Immunreaktionen (ITP), Medikamente, Infekte oder Lebererkrankungen
Mangel an Gerinnungsfaktorenz. B. Faktor VIII oder IX (Hämophilie), Faktor XI oder XIII – teils angeboren, teils erworben
MedikamenteBlutverdünner (Rivaroxaban, Apixaban, Marcumar), ASS, Ibuprofen und andere Schmerzmittel, manche Antidepressiva

Was wird untersucht?

  • Basisdiagnostik: Blutbild mit Thrombozytenzahl, Quick/INR, aPTT, Fibrinogen
  • Von-Willebrand-Diagnostik: Von-Willebrand-Faktor (Menge und Aktivität), Faktor VIII, bei Bedarf Multimeranalyse
  • Einzelfaktoren: z. B. Faktor IX, XI und XIII
  • Thrombozytenfunktion: Plättchenfunktionstests und Aggregometrie

Unauffällige Standardwerte wie Quick und aPTT schließen eine Blutungsneigung nicht aus – gerade das Von-Willebrand-Syndrom, ein Faktor-XIII-Mangel oder Thrombozytenfunktionsstörungen fallen dabei oft nicht auf. Deshalb ist eine gezielte Spezialdiagnostik wichtig.

Zu wenige Blutplättchen im Befund?

Eine erniedrigte Thrombozytenzahl ist nicht immer echt: Bei der sogenannten Pseudothrombopenie verklumpen die Plättchen nur im Röhrchen mit dem Gerinnungshemmer EDTA und werden dadurch zu niedrig gezählt. Mit einer Kontrolle in einem anderen Röhrchen und einem Blick unter das Mikroskop lässt sich das schnell klären. Echte Thrombopenien ordnen wir nach Ursache und Ausmaß ein.

So läuft die Abklärung bei inolab ab

  1. Termin vereinbaren – online über Doctolib, telefonisch unter 07231 4250 690 oder per E-Mail an Termin@i-nolab.de.
  2. Gespräch – Blutungsvorgeschichte mit standardisiertem Fragebogen, Familienanamnese, Medikamente.
  3. Blutentnahme – direkt bei uns im 5. Stock des Ärztehauses neben Kaufland, Analyse im eigenen Speziallabor.
  4. Befund und Empfehlung – schriftlicher Befund für Sie und Ihre behandelnde Praxis, bei Bedarf mit Empfehlungen für Operationen, Zahnbehandlungen oder die Geburt.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Überweisung?

Gesetzlich Versicherte benötigen eine Überweisung zur Laboratoriumsmedizin, zum Beispiel von der Hausarztpraxis, der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt, der Kinderarztpraxis oder vor einer Operation von der operierenden Klinik. Privat Versicherte können direkt einen Termin vereinbaren.

Ab wann ist Nasenbluten auffällig?

Gelegentliches Nasenbluten, etwa bei trockener Luft oder Erkältung, ist meist harmlos. Abgeklärt werden sollte häufiges oder lang anhaltendes Nasenbluten (länger als etwa 10 Minuten), Nasenbluten ohne erkennbaren Anlass oder wenn es zusammen mit blauen Flecken, starken Regelblutungen oder Nachblutungen auftritt.

Woher kommen blaue Flecken und Hämatome ohne erkennbaren Grund?

Oft ist die Ursache harmlos, zum Beispiel empfindliche Haut, höheres Alter oder Medikamente wie ASS. Auffällig sind Hämatome ohne erinnerliche Verletzung, größer als ein Zwei-Euro-Stück, an Rumpf oder Armen oder wenn weitere Blutungszeichen dazukommen. Dann lohnt sich eine Gerinnungsabklärung, die auch seltenere Ursachen wie ein Von-Willebrand-Syndrom oder eine Störung der Blutplättchen erfasst.

Muss ich vorher Medikamente absetzen?

ASS, Ibuprofen, Clopidogrel und andere Medikamente können vor allem Tests der Thrombozytenfunktion verfälschen. Setzen Sie verordnete Medikamente bitte nicht eigenmächtig ab, sondern bringen Sie eine vollständige Medikamentenliste mit – auch frei verkäufliche Schmerzmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Ob eine Pause sinnvoll ist, besprechen wir vorab mit Ihnen.

Ich habe vor einer Operation eine auffällige Blutungsanamnese – was tun?

Melden Sie sich möglichst frühzeitig vor dem geplanten Eingriff. So bleibt Zeit, eine Blutungsneigung abzuklären und mit der operierenden Klinik ein Vorgehen festzulegen.

Können sich die Werte verändern?

Ja. Der Von-Willebrand-Faktor schwankt zum Beispiel mit Stress, Infekten, Hormonpräparaten, Schwangerschaft und der Blutgruppe – bei Blutgruppe 0 liegt er natürlicherweise niedriger. Grenzwertige Befunde kontrollieren wir deshalb, bevor wir eine Diagnose stellen.

Wie lange dauert es bis zum Befund?

Der vollständige Befund liegt in der Regel nach 3 bis 4 Wochen vor, weil einige Spezialuntersuchungen aufwendiger sind. Bei dringenden Fragen vor Operationen sprechen Sie uns bitte direkt an.

Termin vereinbaren

inolab – PD Dr. med. Maximilian Kittel MBA
Wilhelm-Becker-Straße 11 b, 75179 Pforzheim (Ärztehaus neben Kaufland, 5. Stock)
Telefon 07231 4250 690 · Termin@i-nolab.de · Termin online buchen

Weitere Schwerpunkte: Thrombophilie-Abklärung · Gerinnung in Schwangerschaft und Kinderwunsch

Quellen

  • ASH/ISTH/NHF/WFH 2021 Guidelines on the Diagnosis of von Willebrand Disease
  • Rodeghiero F. et al.: ISTH/SSC Bleeding Assessment Tool (ISTH-BAT), J Thromb Haemost 2010
  • Bundesärztekammer: Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten

Autor: PD Dr. med. Maximilian Kittel MBA, Facharzt für Laboratoriumsmedizin · Stand: Oktober 2026
Diese Seite ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unterschrift PD Dr. med. Maximilian Kittel

Ihr PD Dr. med. Maximilian Kittel MBA

PD Dr. med. Maximilian Kittel, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, inolab Pforzheim

Sie finden uns im 5. Stock des Ärztehauses neben Kaufland. Terminvereinbarungen telefonisch oder via E-Mail
Kostenfreies Parken während Ihres Aufenthaltes

Termine & Kontakt

Sprechzeiten:

inolab TM All rights reserved