Startseite › Hämatologie oder Hämostaseologie
Die Hämatologie befasst sich mit den Blutzellen und dem blutbildenden Knochenmark. Die Hämostaseologie befasst sich mit der Blutgerinnung, also mit Thromboseneigung und Blutungsneigung. Wer nach einer Thrombose, bei häufigen Blutergüssen oder bei Kinderwunsch seine Gerinnung untersuchen lassen möchte, ist in einer Gerinnungssprechstunde richtig.
Beide Begriffe klingen ähnlich und werden oft verwechselt. Viele suchen deshalb nach einem „Hämatologen“, obwohl es eigentlich um die Gerinnung geht. Hier erklären wir kurz, was die beiden Gebiete unterscheidet und wer für welches Anliegen zuständig ist.
Die Hämatologie ist die Lehre vom Blut und den blutbildenden Organen. Sie beschäftigt sich mit Erkrankungen der Blutzellen und des Knochenmarks, zum Beispiel mit Veränderungen des Blutbilds, Leukämien oder Lymphomen. Zuständig sind Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie.
Die Hämostaseologie ist die Lehre von der Blutgerinnung (Hämostase). Im gesunden Körper stehen Blutstillung und Auflösung von Gerinnseln im Gleichgewicht. Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, kann es in zwei Richtungen gehen:
Dazu gehören auch Gerinnungsfragen in Schwangerschaft und Kinderwunsch, die Vorbereitung auf Operationen und die Kontrolle unter Gerinnungshemmern. In Deutschland ist die Hämostaseologie keine eigene Facharztrichtung, sondern eine Zusatz-Weiterbildung, die auf einem Facharzt aufbaut. Die Gerinnungsdiagnostik ist außerdem fester Bestandteil der Laboratoriumsmedizin.
| Hämatologie | Hämostaseologie | |
|---|---|---|
| Thema | Blutzellen und Knochenmark | Blutgerinnung |
| Typische Anliegen | Veränderungen des Blutbilds, Leukämien, Lymphome | Thrombose, Lungenembolie, Blutungsneigung, Thrombophilie, Gerinnung bei Kinderwunsch und Schwangerschaft |
| Wer ist zuständig? | Fachärztinnen und Fachärzte für Hämatologie und Onkologie | Gerinnungssprechstunden und Gerinnungsambulanzen |
Die Gebiete überschneiden sich: Manche Hämatologinnen und Hämatologen behandeln auch Gerinnungsstörungen, und für die Gerinnung sind auch die Blutplättchen wichtig. Für eine gezielte Abklärung der Gerinnung ist eine spezialisierte Gerinnungssprechstunde aber meist die direktere Anlaufstelle.
Bei Verdacht auf eine akute Thrombose oder Lungenembolie, etwa bei plötzlicher Atemnot oder einem geschwollenen, schmerzhaften Bein, oder bei einer starken Blutung wenden Sie sich bitte sofort an die Notaufnahme oder rufen Sie den Notruf 112.
In unserer Gerinnungssprechstunde übernehmen wir ärztliches Gespräch, Blutentnahme und Spezialanalytik im eigenen Gerinnungslabor. Eine hämatologische Spezialdiagnostik bieten wir nicht an. Die Sprechstunde leitet PD Dr. med. Maximilian Kittel MBA, Facharzt für Laboratoriumsmedizin.
Mehr zu den einzelnen Themen: Thrombophilie-Abklärung, Blutungsneigung und Hämatome und Gerinnung in Schwangerschaft und Kinderwunsch.
Die Hämatologie befasst sich mit Erkrankungen der Blutzellen und des Knochenmarks. Die Hämostaseologie befasst sich mit der Blutgerinnung, also mit Thromboseneigung und Blutungsneigung.
Teilweise. Die Gebiete überschneiden sich, und manche Hämatologinnen und Hämatologen behandeln auch Gerinnungsstörungen. Die gezielte Abklärung von Thromboseneigung oder Blutungsneigung erfolgt aber häufig in spezialisierten Gerinnungssprechstunden.
Zum Beispiel in der Gerinnungssprechstunde von inolab im Ärztehaus neben Kaufland, Wilhelm-Becker-Straße 11 b. Termine vereinbaren Sie telefonisch unter 07231 4250 690, per E-Mail oder online über Doctolib.
Gesetzlich Versicherte benötigen einen Überweisungsschein (Formular 06BF) an Labormedizin, zum Beispiel von der Hausarztpraxis oder der Frauenarztpraxis. Privatversicherte sind ebenfalls willkommen.
Stand: Oktober 2026